| Ein
ganz besondere Frau, geboren in
Salisbury (England). Schon in
frühen Jahren tanzte sie
gerne und viel. Ihre Ballettausbildung
hatte Sie an der Royal Ballet
School, London. Ihr erstes Engagement
am Stuttgarter Ballett unter John
Cranko. Dort tanzte sie auch vier
Jahre, Seite an Seite mit Jiri
Kylian. Anschließend
absolvierte sie diverse Movement
Workshops für Schauspieler
und bildende Künstler an
der St. Martin’s School
of Art, London. Danach arbeitete
sie drei Jahre als Tänzerin
beim Ballet Royal de Wallonie
in Belgien.
1982 gründete sie dann
des TanztheaterWien. Liz King
arbeitet als Choreografin und
Tänzerin mit dem Ensemble,
das in kurzer Zeit auf Grund
seines spezifischen Stils, einer
Dialektik zwischen der klassischen
Form und dem Einbruch des Unerwarteten,
internationale Beachtung erfährt.
Gastspiele in Europa und bei
bedeutenden europäischen
Festivals folgen. Originalbeiträge
für die Wiener Festwochen,
den Steirischen Herbst und für
die Ars Electronica.
1989 übernimmt Liz King
die Leitung des Heidelberger
Balletts. Sie leitet dieses
Ensemble sieben Jahre, die Company
erfährt internationale
Beachtung. Ihr Stück „Westwest“
wird als bestes Tanzstück
der Spielzeit 1991/92 für
das Berliner Theatertreffen
vorgeschlagen.
1996 Neugründung des TanztheaterWien.
Koproduktionen mit dem Donaufestival,
Gastspiele in Deutschland, Israel
und Sarajewo. Liz King erarbeitet
eine Choreografie für die
Vereinten Nationen zur 50-Jahrfeier
der Erklärung der Menschenrechte.
Von September 1999 bis September
2003 Leiterin des Balletts der
Volksoper Wien. Erolgreicher
Aufbau eines zeitgenössischen
Ensembles an diesem Haus. Ihre
Einstandproduktion „Schwanensee
Remixed“ (Chor.: Liz King/Catherine
Guerin) wird von über 40.000
Besuchern gesehen.
Die Choreografin erhält
2001 den internationalen Ursula
Blickle Preis für ihren
Beitrag zur Tanzszene Österreichs.
Seit 2003 leitet Liz King Workshops
und arbeitet als freischaffende
Choreografin. Sie arbeitet u.a.
in Basel und in Rio de Janeiro
mit Jugendlichen aus den Favelas.
2006 Gründung von D.ID/dance
identity, der ersten burgenländischen
zeitgenössischen Dance
Company.
Bibliografische Referenzen:
„Tanz Lichter, Glanzlichter“,
Maria Publik, Wien 1992. „Tanztheater
in Deutschland“, Jochen
Schmidt, Berlin 1992. „Österreich
tanzt“, Andrea Amort,
Wien 2001. „Die Ära
des Balletts der Volksoper Wien
unter Liz King 1999-2003“,
Diplomarbeit von Iva Rohlik
an der Philologisch-Kulturwissenschaftlichen
Fakultät der Universität
Wien. |